Der Weg zur baulichen Zukunft unserer Grundschule
Chronologische Zusammenfassung der Entwicklung 2024–2026
Wie entwickelt sich unsere Schule weiter? In den vergangenen Jahren wurde intensiv darüber diskutiert und geplant, wie der wachsende Raumbedarf – insbesondere durch den Offenen Ganztag – bewältigt werden kann.
Wichtiger Hinweis:
Das Bautagebuch basiert auf den veröffentlichten Berichten der regionalen Presse sowie auf unserer eigenen Berichterstattung. Beiträge aus sozialen Medien wie Instagram oder Facebook sind nicht Bestandteil dieser Dokumentation.
Es fasst die wichtigsten Stationen aus den vorliegenden Zusammenfassungen der LZ-Berichte zusammen und zeichnet die Entwicklung des Bauprojekts chronologisch nach. Die Zeitungsberichte zeigen einen Weg, der von der ersten Suche nach geeigneten Lösungen über unterschiedliche Ausbau- und Neubauvarianten bis hin zu konkreten politischen Entscheidungen und Fragen der Umsetzung führt.
Die Original-Zeitungsartikel können aus urheberrechtlichen Gründen nicht abgebildet werden.
Das Bautagebuch wird fortlaufend ergänzt, sobald neue Entscheidungen, Planungen oder Baufortschritte vorliegen.
Februar 2024 – Politischer Rückenwind für Neubauten
SPD, Grüne und BfL sprechen sich für Neubauten der Grundschulen in Lieme und Kirchheide aus. Sie beziehen sich dabei auf die Analyse des beauftragten Planungsbüros, nach der die Neubauvariante den zukünftigen Bedarf am besten abdecken könne. Hintergrund ist insbesondere der Rechtsanspruch auf einen OGS-Platz ab 2026. In der politischen Diskussion wird außerdem darauf hingewiesen, dass die bestehenden Gebäude teilweise älter und sanierungsbedürftig sind und sich die Anforderungen an moderne Grundschulen verändert haben. Die Neubauvariante wurde mit erheblichen Investitionskosten verbunden; gleichzeitig wurde über günstigere Lösungen und die langfristige Zukunftsfähigkeit der Standorte diskutiert.
Quelle: Lippische Landes-Zeitung, 3./4. Februar 2024, „Grundschulen: SPD, Grüne und BFL wollen Neubauten“, Autor: Jens Rademacher,
März 2024 – Neue Perspektiven: Neubau oder Ausbau?
Zu Beginn der Planungen stand vor allem die Frage im Raum, wie der zusätzliche Raumbedarf der Grundschulen in Lieme und Kirchheide gedeckt werden kann. Besonders der Ausbau des Offenen Ganztags machte zusätzlichen Platz erforderlich. Ein Vortrag der Architektenkammer brachte eine neue Perspektive: Neben einem Neubau sollten auch Umbau, Sanierung und Erweiterung der bestehenden Gebäude geprüft werden. Die Stadt wollte die unterschiedlichen Möglichkeiten und ihre Kosten genauer untersuchen, bevor eine Entscheidung getroffen wird. Auch ein Architektenwettbewerb wurde als möglicher Weg ins Spiel gebracht.
Quelle: Lippische Landes-Zeitung, 1. März 2024, „Neue Marschroute für Grundschulausbau“, Autorin: Katrin Kantelberg
Sommer/Herbst 2024 – Der Rat der Alten Hansestadt beschließt mit Zustimmung aller Parteien einen Architekturwettbewerb.
Dezember 2024 – Der Architektenwettbewerb nimmt Gestalt an
Für den Architektenwettbewerb der Grundschulen Lemgo-West und Kirchheide gingen mehr als 400 Bewerbungen ein. 30 Architekturbüros wurden für die nächste Runde ausgewählt. Eine besondere Rolle übernahmen dabei Kinder der Grundschulen: Sie zogen die Lose für die teilnehmenden Büros. Die ausgewählten Teams sollten anschließend auf Grundlage eines Auslobungstextes, bei Ortsterminen und in Fragerunden mit den örtlichen Gegebenheiten und Anforderungen vertraut gemacht werden. Die Entscheidung des Preisgerichts wurde für den Sommer 2025 angekündigt.
Quelle: Lippische Landes-Zeitung, 14. Dezember 2024, „Das Glück liegt in Kinderhänden“ Autor: Alte Hansestadt Lemgo
Januar 2025 – Der Architektenwettbewerb läuft
Der Wettbewerb geht in die konkrete Planungsphase. Grundlage sind zuvor erarbeitete Vorgaben zu Raumangebot und Ausstattung. Die beteiligten Architekturbüros können verschiedene Wege prüfen: Umbau und Sanierung der bestehenden Gebäude, Anbauten oder einen vollständigen Neubau. Für Lieme wurde bereits ein Grundstück in Schulnähe gesichert; auch für Kirchheide standen Flächen zur Verfügung. Die Stadt erwartete die Ergebnisse des Planungs-wettbewerbs im Sommer 2025 und wollte anschließend über die weitere Richtung entscheiden.
Quelle: Lippische Landes-Zeitung, 9. Januar 2025, „Architektenwettbewerb läuft“, Autorin: Katrin Kantelberg
Den Architekturwettbewerb für die Grundschule Lemgo-West hat das Architekturbüro „Marocco“ aus Berlin gewonnen. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit.
12. Juli 2025 – Die Preisträger werden der Öffentlichkeit, den Eltern und Schüler*innen vorgestellt.
Aufgrund der bestehenden Raumnot an den Grundschulen in Lieme und Kirchheide wurde ein Architekturwettbewerb ausgelobt. Dabei wurden verschiedene Entwürfe für die zukünftige Gestaltung und Erweiterung der Schulgebäude entwickelt. Entgegen ursprünglicher Überlegungen ist kein vollständiger Abriss vorgesehen. Die bestehen-den Gebäude sollen teilweise erhalten und in das neue Konzept einbezogen werden. Die Siegerentwürfe des Wettbewerbs wurden der Öffentlichkeit vorgestellt und waren im Eichenmüllerhaus zu sehen. Im Mittelpunkt der Planungen stehen eine zeitgemäße Gestaltung der Schule sowie zusätzliche Räumlichkeiten, die den gestiegenen Anforderungen gerecht werden. Auch Bereiche für Betreuung und gemeinschaftliche Nutzung sollen berücksichtigt werden.
Quelle: Lippische Landes-Zeitung, „Kein kompletter Abriss“ 14.07.2025, Autorin: Nadine Uphoff
Unsere neue Schule

13. Juli 2025 – Wir feiern die Preisträger –
Im Eichenmüllerhaus in Lemgo feiern wir in einer wunderschönen Feier die Preisträger des Architekturwettbewerbes.
Juli 2025 bis Ende Juni 2026: Funkstille – ein Jahr ohne Neuigkeiten
Ein ganzes Jahr lang war von Seiten der Stadt nichts zur anstehenden Bauplanung zu hören. Keine neuen Informationen, kein Zeitplan, keine Mitteilungen – in unserem Bautagebuch klafft deshalb eine deutliche Lücke.
13.04.2026: Eine Interimslösung ist möglich! Ein Besuch in der Anne Frank Schule in Lemgo
Am 13.04.2026 besucht das Schulleitungsteam die ehemalige Astrid-Lindgren-Schule in Leese. Gemeinsam mit Frau Wagener vom Bauamt der Stadt Lemgo konnten sie alle vor Ort ein Bild von den Räumlichkeiten und den Möglichkeiten einer zukünftigen Nutzung machen. Begleitet wurden sie dabei von den Architekten des Berliner Büros „Marocco“. Diese stellen am 14. Juli die Machbarkeitsstudie für eine Interimslösung vor, die von der Stadt Lemgo in Auftrag gegeben worden war. Im Mittelpunkt stand die Frage, ob und wie die ehemalige Astrid-Lindgren-Schule als mögliche Interimslösung für unsere Grundschule genutzt werden kann.
Zunächst ist jedoch geplant, dass die Irmela-Wendt-Schule aus Pottenhausen die Leeser Schule für eine Interimslösung nutzt. Geplant ist das Interim für mindestens zwei Jahre.
Wir sind gespannt, wie sich die Planungen weiterentwickeln, und werden an dieser Stelle über die nächsten Schritte berichten.
03.Juli 2026 – „Wir sind erstaunt“ – Verzögerungen bei den Erweiterungen
Die geplanten Erweiterungsarbeiten für den Ganztagsanspruch an den Grundschulen Lemgo-West und Kirchheide sorgen im Schulausschuss für Überraschung. Nach dem Bericht sollen die Arbeiten später starten als zunächst erwartet. Gleichzeitig wird deutlich, dass die räumlichen Anforderungen an beiden Standorten bereits heute hoch sind. In der Diskussion spielen die bisherige Planung, Fördermöglichkeiten und die Frage eine Rolle, wie die benötigten Räume rechtzeitig geschaffen werden können. Damit rückt die praktische Umsetzung der Ganztags-betreuung stärker in den Mittelpunkt.
Quelle: Lippische Landes-Zeitung, 3. Juli 2026, „Wir sind erstaunt“, Autorin: Nadine Uphoff
10. Juli 2026 – Forderung nach schnelleren Lösungen für Lieme und Kirchheide
SPD und Grüne fordern angesichts des wachsenden Raumbedarfs schnellere Lösungen für die beiden Grundschulstandorte. In der Diskussion wird auf den Rechtsanspruch auf einen OGS-Platz hingewiesen. Kritisch hinterfragt werden insbesondere die zeitliche Planung, die bisher geprüften Alternativstandorte und die Frage, wann die notwendigen Räume tatsächlich zur Verfügung stehen können. Gleichzeitig wird betont, dass beide Schulen bereits heute an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen. Die Debatte macht deutlich: Die bauliche Entwicklung der Grundschulen ist nicht nur eine langfristige Zukunftsfrage, sondern betrifft den aktuellen Bedarf der Kinder und Familien.
Quelle: Lippische Landes-Zeitung, 10. Juli 2026, „Der OGS-Anspruch entsteht jetzt“, Redigierter Text der LZ, der auf Pressemitteilungen der SPD und Grünen basiert.
10.09.2026 Neue Entscheidungen zur Schulinfrastruktur
Die gescheiterte Sanierungsprobe am Engelbert-Kaempfer-Gymnasium führt zu zusätzlichem finanziellen und politischen Entscheidungsdruck. Gleichzeitig stehen weitere Investitionen in Lemgoer Schulen an. Dabei wird auch die Lemgo-West ausdrücklich genannt. Die Stadt steht vor der Aufgabe, die verschiedenen Schulbauprojekte zeitlich und finanziell miteinander abzustimmen.
Quelle: Lippische Landes-Zeitung, 10. September 2026, Autor: Till Brand, „EKG-Probesanierung scheitert“
17. September 2026 – Containerlösung sorgt für Diskussionen
Der Umbau der Grundschule Lieme (Lemgo-West) wird sich voraussichtlich bis in die 2030er-Jahre verzögern. Der Baubeginn ist frühestens 2031 vorgesehen, die Fertigstellung nicht vor 2033. Als Übergangslösung ist die ehemalige Astrid-Lindgren-Schule in Leese geplant, deren Verfügbarkeit jedoch vom Baufortschritt der Irmela-Wendt-Schule in Pottenhausen abhängt. Alternative Standorte, etwa am Schäferberg oder oberhalb des Friedhofs, wurden geprüft, bieten jedoch keinen zeitlichen Vorteil und wären mit hohen Kosten verbunden. Die Stadt will nun untersuchen, ob sich die Bauzeit durch externe Bauplanung und -aufsicht oder die Beauftragung eines Generalunternehmers auf zwei Jahre verkürzen lässt.
Quelle: “Container zu teuer“, 17.09.2026, LZ, Autor: Till Brand